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Gesünder frittieren mit wenig Öl in der Heißluftfritteuse
Gesundheit

Gesünder frittieren mit wenig Öl

Aktualisiert: Juni 2026 | Lesezeit: 7 Min.

Knusprige Pommes, goldene Chicken Wings oder frittierter Gemüse-Snack — und das fast ohne Fettberg im Magen? Genau dieses Versprechen macht die Heißluftfritteuse so beliebt. Statt Lebensmittel in literweise heißem Öl zu baden, gart der Airfryer mit zirkulierender Heißluft und kommt mit einem Bruchteil des Fetts aus. Das Ergebnis: deutlich weniger Kalorien, weniger gesättigte Fettsäuren und trotzdem ein knuspriges Resultat.

In diesem Ratgeber erklären wir, wie genau die Fetteinsparung von bis zu 75 Prozent zustande kommt, welche Öle Sie verwenden sollten und worauf Sie beim Thema Acrylamid achten müssen. Außerdem werfen wir einen ehrlichen Blick auf den Kalorienvergleich zwischen klassischer Fritteuse und Airfryer — und klären, für wen sich der Umstieg wirklich lohnt.

Wie der Airfryer bis zu 75% Fett einspart

Das Prinzip ist einfach: Ein leistungsstarkes Heizelement erhitzt die Luft im Garraum, ein Ventilator wirbelt sie mit hoher Geschwindigkeit um das Gargut herum. Diese heiße Luftströmung sorgt dafür, dass die Oberfläche der Lebensmittel knusprig bräunt — ähnlich wie beim Frittieren, nur eben ohne das Ölbad. Während eine klassische Fritteuse mehrere Liter Öl benötigt, in denen die Speisen vollständig schwimmen, genügen im Airfryer ein bis zwei Teelöffel oder ein paar Sprühstöße aus dem Ölsprüher.

Daraus ergibt sich die oft zitierte Fetteinsparung von bis zu 75 Prozent. Wichtig ist die richtige Einordnung: Der Wert gilt vor allem dann, wenn Sie frische Lebensmittel selbst nur leicht einölen. Bei bereits vorfrittierten Tiefkühlprodukten, die werkseitig Fett enthalten, fällt die Ersparnis geringer aus. Trotzdem bleibt der Vorteil deutlich — und mit jeder selbst zubereiteten Portion steigt er.

Kalorienvergleich: Fritteuse vs. Airfryer

Nehmen wir das Paradebeispiel Pommes frites. In der klassischen Fritteuse saugen die Kartoffelstäbchen während des Garens spürbar Öl auf — eine Portion bringt dadurch leicht 300 bis 400 Kalorien auf den Teller, je nach Menge und Ölsorte. Dieselbe Portion im Airfryer, nur mit einem Teelöffel Öl benetzt, liegt deutlich darunter, weil schlicht kaum Fett aufgenommen wird.

Der Effekt summiert sich über die Woche: Wer mehrmals pro Woche frittiert, spart mit der Heißluftfritteuse eine erhebliche Menge an Fett und Kalorien ein, ohne auf den knusprigen Genuss zu verzichten. Hinzu kommt: Es entsteht kein altes, mehrfach erhitztes Frittierfett, das mit der Zeit ungünstige Stoffe bildet. Frische Luft statt altem Öl — auch das ist ein Pluspunkt für die Ernährung.

Welche Öle sich am besten eignen

Auch wenn Sie wenig Öl brauchen — die Wahl des richtigen Öls ist entscheidend. Im Airfryer herrschen Temperaturen von 180 bis 200 Grad, deshalb sollten Sie zu hitzestabilen Ölen mit hohem Rauchpunkt greifen. Dazu zählen raffiniertes Rapsöl, Sonnenblumenöl und Avocadoöl. Sie vertragen die Hitze, ohne zu verbrennen oder unangenehme Stoffe zu bilden.

Native, kaltgepresste Öle wie hochwertiges Olivenöl oder Leinöl haben dagegen einen niedrigeren Rauchpunkt und sind im heißen Garraum weniger geeignet. Heben Sie sich diese lieber zum Verfeinern auf — ein Spritzer über das fertige Gericht bringt Aroma, ohne dass das Öl überhitzt. Am praktischsten dosieren Sie mit einem Ölsprüher: Damit benetzen Sie das Gargut hauchdünn und gleichmäßig, statt Öl in den Korb zu gießen.

Acrylamid: Goldgelb statt dunkelbraun

Ein Thema, das beim Frittieren oft untergeht, aber wichtig ist: Acrylamid. Dieser Stoff entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Brot oder Teigwaren bei hoher Hitze zu stark gebräunt werden. Er gilt als unerwünscht, lässt sich aber mit einfachen Maßnahmen stark reduzieren. Die offizielle Faustregel der Behörden lautet: vergolden statt verkohlen.

Konkret heißt das: Garen Sie Pommes, Kroketten und Co. nur bis zu einem appetitlichen Goldgelb, nicht bis dunkelbraun. Halten Sie die Temperatur möglichst bei oder unter 180 Grad und wässern Sie frisch geschnittene Kartoffeln vor dem Garen, um überschüssige Stärke auszuspülen. Schütteln Sie den Korb zwischendurch, damit alles gleichmäßig bräunt und keine einzelnen Stücke verbrennen. So genießen Sie knusprig — und bleiben auf der sicheren Seite.

Auf einen Blick: So frittieren Sie gesünder

  • Hitzestabile Öle wie Raps-, Sonnenblumen- oder Avocadoöl verwenden
  • Mit einem Ölsprüher dünn benetzen statt Öl in den Korb gießen
  • Stärkehaltige Speisen nur goldgelb, nie dunkelbraun garen
  • Temperatur möglichst bei oder unter 180 Grad halten
  • Frisches Gemüse und mageres Fleisch dem Tiefkühlprodukt vorziehen

Für wen sich der Airfryer lohnt

Besonders profitieren alle, die auf ihre Ernährung achten, Kalorien sparen möchten oder die Fettmenge im Alltag reduzieren wollen — ohne komplett auf knusprige Gerichte zu verzichten. Auch Familien schätzen das fettarme Garen, weil sich damit unkompliziert größere Mengen zubereiten lassen. Wer Wert auf eine schlanke Küche legt, findet im Airfryer einen vielseitigen Helfer.

Damit Sie das volle Sparpotenzial nutzen, lohnt sich ein Gerät mit gleichmäßiger Luftzirkulation und ausreichend Fassungsvermögen. Zwei Modelle, die in unseren Vergleichen durch fettarmes, gleichmäßiges Garen überzeugen:

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Fett spart die Heißluftfritteuse wirklich ein?
Im Vergleich zur klassischen Fritteuse, bei der Lebensmittel komplett in heißem Öl baden, spart die Heißluftfritteuse je nach Gericht bis zu 75 Prozent Fett ein. Statt mehrerer Liter Öl genügen im Airfryer ein bis zwei Teelöffel — bei vielen Gerichten sogar gar keines. Der genaue Wert hängt davon ab, was Sie zubereiten: Bei vorfrittierten Tiefkühlprodukten ist der Unterschied geringer als bei frisch geschnittenen Kartoffeln, die Sie selbst nur leicht einölen.
Ist Frittieren im Airfryer wirklich gesünder?
Weniger Fett bedeutet weniger Kalorien und eine geringere Aufnahme gesättigter Fettsäuren — das ist der größte gesundheitliche Vorteil. Allerdings macht der Airfryer aus Pommes oder Chicken Wings kein Gemüsegericht: Entscheidend bleibt, was Sie zubereiten. Wer überwiegend frisches Gemüse, mageres Fleisch und selbst geschnittene Kartoffeln gart, profitiert am stärksten. Hochverarbeitete Tiefkühlprodukte bleiben auch im Airfryer ein gelegentlicher Genuss.
Welches Öl eignet sich am besten für die Heißluftfritteuse?
Verwenden Sie hitzestabile Öle mit hohem Rauchpunkt, etwa raffiniertes Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Avocadoöl. Diese vertragen die Temperaturen von 180 bis 200 Grad problemlos. Native Öle wie kaltgepresstes Olivenöl oder Leinöl haben einen niedrigeren Rauchpunkt und eignen sich besser zum Verfeinern nach dem Garen. Am praktischsten ist ein Ölsprüher, mit dem Sie das Gargut hauchdünn benetzen.
Wie vermeide ich Acrylamid beim Frittieren?
Acrylamid entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln zu heiß und zu lange gegart werden. Die Faustregel lautet "vergolden statt verkohlen": Garen Sie Pommes und Co. nur bis zu einem goldgelben Ton, nicht bis dunkelbraun. Bleiben Sie möglichst bei oder unter 180 Grad, wässern Sie rohe Kartoffeln vor dem Garen und schütteln Sie den Korb regelmäßig für ein gleichmäßiges Ergebnis.

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