Alufolie und Backpapier im Airfryer: Was ist erlaubt?
Darf ich Alufolie in den Airfryer legen? Und was ist mit dem ganz normalen Backpapier aus der Schublade? Diese Fragen tauchen bei fast jedem Airfryer-Besitzer früher oder später auf — schließlich erleichtern beide Hilfsmittel die Reinigung erheblich. Die Antwort ist nicht einfach Ja oder Nein, sondern: Es kommt auf die richtige Anwendung an.
In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, wann und wie Sie Alufolie und Backpapier sicher in der Heißluftfritteuse einsetzen, welche Sicherheitsregeln Sie unbedingt beachten müssen und warum eine wiederverwendbare Silikon-Einlage in vielen Fällen die bessere Alternative ist. So vermeiden Sie die häufigsten Fehler und nutzen Ihr Gerät sicher.
Darf Alufolie in den Airfryer?
Grundsätzlich dürfen Sie Alufolie in der Heißluftfritteuse verwenden — allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Der wichtigste Punkt: Die Folie muss vom Gargut beschwert sein. Die starke Luftzirkulation im Airfryer kann lose Folie sonst hochwirbeln, sodass sie an die heiße Heizspirale gerät. Das beschädigt im besten Fall nur das Gerät, im schlimmsten Fall droht ein Brand.
Achten Sie außerdem darauf, die Luftschlitze am Korbboden niemals vollständig abzudecken. Wird die Luftzirkulation blockiert, garen die Speisen ungleichmäßig und werden nicht knusprig. Decken Sie nur den Bereich direkt unter dem Gargut ab. Ungeeignet ist Alufolie bei sauren oder salzigen Lebensmitteln wie Tomaten, Zitronen oder Essigmarinaden — diese greifen das Aluminium an, sodass sich Metallionen lösen und ins Essen übergehen können.
Backpapier richtig verwenden
Bei Backpapier gelten ähnliche Regeln, mit einem wichtigen Zusatz: Verwenden Sie möglichst speziell perforiertes Airfryer-Backpapier. Die Lochung lässt die Heißluft durch und sorgt dafür, dass Ihr Gargut auch von unten gleichmäßig gart. Normales, ungelochtes Backpapier blockiert dagegen die Luftzirkulation und kann durch die kräftige Strömung hochfliegen.
Die wichtigste Sicherheitsregel lautet: Backpapier immer beschweren. Legen Sie es erst ein, nachdem das Gargut darauf liegt — niemals leer in den vorheizenden Korb. Andernfalls saugt die Luftströmung das leichte Papier nach oben, wo es an der Heizspirale Feuer fangen kann. Schneiden Sie das Papier passend zu, sodass an den Rändern noch Luft zirkulieren kann. Welches perforierte Backpapier sich bewährt, lesen Sie in unserem Vergleich des besten Airfryer-Backpapiers.
Sicherheitsregeln im Überblick
Das sollten Sie tun
- Folie/Papier immer mit Gargut beschweren
- Perforiertes Backpapier verwenden
- Nur den Bereich unter dem Gargut abdecken
- Ränder frei lassen für Luftzirkulation
- Papier erst nach dem Gargut einlegen
Das sollten Sie vermeiden
- Leeres Papier in den vorheizenden Korb
- Luftschlitze am Korbboden abdecken
- Alufolie bei sauren/salzigen Speisen
- Loses, unbeschwertes Material
- Material gegen die Heizspirale ragen lassen
Bessere Alternativen aus Silikon
Wer den Umgang mit losem Papier und Folie umgehen möchte, ist mit einer wiederverwendbaren Silikon-Einlage bestens beraten. Sie liegt dank ihres Eigengewichts stabil im Korb, fliegt nicht hoch und gerät damit auch nicht an die Heizspirale. Gute Einlagen sind hitzebeständig bis über 200 Grad, lebensmittelecht und besitzen eine Lochung, die die Luftzirkulation nicht behindert.
Der größte Vorteil: Eine Silikon-Einlage wird nach dem Garen einfach herausgenommen und abgespült oder in die Spülmaschine gegeben. Das spart Müll, schont die Antihaftbeschichtung des Korbs und ist langfristig günstiger als ständig neues Backpapier. Vermeiden Sie damit auch typische Fehler beim Airfryer-Einsatz, die wir in unserem Beitrag zu den häufigsten Airfryer-Fehlern zusammengefasst haben. Welche Silikon-Einlagen wir empfehlen, zeigen wir in unserem Vergleich der besten Airfryer-Einlagen.